Coffee-to-go hat sich in den letzten Jahren explosionsartig verbreitet. Drei Milliarden Pappbecher landen in Deutschland jedes Jahr auf dem Müll. Das sind gigantische Mengen und sie sind völlig unnötig. Nicht, weil man auf diese Art des Kaffeetrinkens verzichten sollte, sondern weil es Alternativen zum Einwegbecher gibt.

Einweg deshalb, weil diese Becher nicht recycelt werden können. Das verwendete Papier ist auf der Innenseite mit Polyethylen beschichtet, die beiden Materialien lassen sich nicht trennen. Genauso wie der Plastikdeckel landet solch ein Becher bestenfalls im Restmüll, oft genug auf der Straße oder in der Landschaft.

Deshalb die Alternative: ein Becher, den man selber mitbringt, befüllen lässt und eben nicht nur einmal verwendet. Sondern eben über Jahre hinweg benutzen kann. Genauer gesagt: ein gut isolierender Becher aus doppelwandigem Edelstahl mit Schraubverschluss und Trinköffnung.

Coffee-to-go, Einwegbecher, vermeidbarer Müll

Coffee-to-go, eigener Becher, Hydro Flask Coffee Flask

Hydro Flask hat schon mit seiner Iso-Flasche überzeugt. Der Coffee Flask ist ein isolierender Trinkbecher in ebenso hochwertiger Qualität. Innen und außen Edelstahl, dazwischen ein Vakuum zur Isolierung. Der Schraubdeckel hat eine zusätzliche Trinköffnung, die sich einhändig öffnen und schließen lässt. Dazu eine farbenfrohe und rutschfeste Pulverbeschichtung außen, die macht den Coffee Flask optisch unverwechselbar und griffig.

Zwei Größen gibt es entsprechend der “Starbucks Norm”:

  • 0,35l (“Tall”),
  • 0,5l (“Grande”).

Laut Hersteller hält dieser Becher heiße Getränke bis zu 6 Stunden heiß, kalte Getränke bis zu 24 Stunden kalt. Ein eigener Versuch mit frisch aufgebrühtem Tee im 0,5l-Becher ergab nach 8 Stunden bei Raumtemperatur noch ein lauwarmes Getränk. Das ist eine ausreichende Isolierleistung für Coffee-to-go.

Der Schraubdeckel schließt dicht und die durch eine einrastende Klappe zu verschließende Trinköffnung in der Praxis ebenfalls. Der Test: 24 Stunden stand der Becher gefüllt auf dem Kopf, kein Tropfen drang nach draußen. Allerdings weist Hydro Flask auf seiner Webseite darauf hin, dass dieser “Hydro Flip Lid” genannte Deckel nicht komplett dicht (“not leak proof”) ist. Besser als der Plastikdeckel des Einwegbechers ist er allemal. Denn sollte der Becher umkippen, platzt dieser Deckel nicht ab, der Kaffee bleibt drin. Also auch hier deutliche Vorteile gegenüber dem Plastikdeckel des Einwegbechers.

Coffee-to-go, eigener Becher, Hydro Flask Coffee Flask

Coffee-to-go, eigener Becher. Wo?

Aber es stellt sich die Frage, wo darf man mit einem eigenen Becher auftauchen?
Um dies herauszufinden, wurden acht überregional agierende Anbieter von Coffee-to-go angeschrieben. Gefragt wurde, ob

  • überhaupt ein Becher vom Kunden entgegengenommen wird,
  • dieser zwingend ein zur Bestellmenge passendes Volumen oder bestimmte Abmessungen haben muss ,
  • dies finanzielle Vor- oder Nachteile für den betreffenden Kunden hat.

Jedoch haben nur zwei Firmen geantwortet: Kamps und Starbucks. Beide aber positiv! Jeder Kunde kann bei Bestellung seinen sauberen Becher ohne Deckel über die Theke reichen und gefüllt bekommen. Bei Kamps sollte er von den Abmessungen her unter die Öffnung der automatischen Befüllung passen. Ansonsten wird aus einem vorhandenen Gefäß umgefüllt. Bei Starbucks wird das Getränk immer über ein zusätzliches Gefäß in den Kundenbecher gefüllt. Beide Firmen gewähren auch einen Preisnachlass. € 0,10 sind es bei Kamps, € 0,30 bei Starbucks.

Allerdings machen sowohl Kamps als auch Starbucks eine Einschränkung. Die jeweilige Filiale entscheidet letztendlich, ob ein vom Kunden mitgebrachter Becher angenommen wird.

Coffee-to-go mit eigenem Becher bei Starbucks und Kamps

Coffee-to-go, eigener Becher. Es geht.

Die positiven Antworten von Kamps und Starbucks geben ein wenig Anlass zur Hoffnung. Letztendlich entscheidet die jeweilige Filiale, heißt es. Was bedeutet, dass es sich lohnt, nachzufragen. Egal, wo. Und dass jeder, der nachfragt, allein schon damit ein klein wenig bewirken kann. Mehr noch, wenn er wirklich mit eigenem Becher auftaucht und dort kauft, wo dieser angenommen wird. Anbieter von Coffee-to-go gibt es wahrlich genug und die passen sich der Nachfrage an. Dadurch lässt sich etwas verändern.

Übrigens, der eigene Becher muss sich nicht auf Coffee-to-go beschränken. Mittlerweile wird ja so ziemlich jedes Getränk zum Mitnehmen in Einwegbechern angeboten. So zum Beispiel auch der Smoothie. Eine Smoothie-Bar findet man in jeder Stadt. Mehrfach. Dazu ein kleiner, eigener Feldversuch vor Ort, in einer inhabergeführten Smoothie-Bar namens Frischer Fritz. Gefragt, ob man als Kunde mit eigenem Becher auftauchen dürfe, lautete die Antwort “Natürlich, gerne”. Es geht also.

Smoothie- statt Coffee-to-go mit eigenem Becher bei Frischer Fritz

Coffee-to-go, eigener Becher, Fazit.

Um es noch einmal zu betonen, die originalen Becher für Coffee-to-go können nicht recycelt werden. Die verwendete Kombination aus Polyethylen und Papier lässt dies nicht zu. Außerdem, wo findet man unterwegs die entsprechenden Wertstofftonnen? Eben. Ein vollkommen unsinniges Konzept. Durch die gigantischen Mengen an verbrauchten Bechern schon längst nicht mehr zeitgemäß.

Ändern kann man es nur selber, auf die denkbar einfachste Weise. Einen eigenen Becher mitnehmen und Coffee-to-go dort kaufen, wo er angenommen wird. Im Falle des Coffee Flask von Hydro Flask hat das auch noch andere Vorteile. Der Kaffee bleibt heiß, ein nicht zu unterschätzender Vorteil an einem kalten, schmuddeligen Wintermorgen. Es gibt keine verbrannten Finger und der Deckel gewährleistet sicheren Transport.

Außerdem ist die Entscheidung für einen solchen Becher auch finanziell überschaubar. Je nach Größe kostet eine Hydro Flask Coffee Flask € 25,95/28,95/32,95 (UVP). Für ein hochwertiges, gut verarbeitetes Thermogefäß ist das ein angemessener Preis. Damit tut man sich etwas Gutes und der Umwelt ebenso.

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Coffee-to-go, eigener Becher, der Coffee Flask von Hydro Flask
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