Ferngläser sind für viele einfach unverzichtbar in der Natur. Aber manchmal stören Gewicht und Volumen. Ein leichtes und kleines Monokular kann für den Gelegenheitsbenutzer durchaus eine Alternative sein. Das Brunton Echo Pocket Scope 7×18 ist ein leichtes, preiswertes Monokular mit siebenfacher Vergrößerung..

Ein Monokular ist kein Ersatz für ein Fernglas, das muss vorweg angemerkt werden. Das menschliche Auge ist ein Paraorgan, eines allein wird immer schneller ermüden und früher oder schmerzen. Vor diesem Hintergrund kann man ein Monokular als das verstehen, was es ist: Ein optisches Gerät für den kurzfristigen Gebrauch.

Das Echo 7×18 von Brunton verfügt über einige Eigenschaften, die es durchaus interessant erscheinen lassen. Es ist

  • gerade mal 45 gr. schwer,
  • so lang wie eine Zigarette,
  • kostet nur € 24,00 UVP.

Monokular Brunton Echo Pocket Scope 7×18

Brunton Echo 7×18, technische Daten

Ein wenig Theorie muss sein, um die Leistungsdaten des Brunton 7×18 verstehen zu können.

  • 7x benennt die vorhandene Vergrößerung,
  • 18mm den Durchmesser der Frontlinse.

Eine siebenfache Vergrößerung ist mehr als ausreichend, um zitterfrei Fernes beobachten zu können. Nicht umsonst ist eine 7-8fache Vergrößerung ein sehr beliebter Standard bei Ferngläsern. In der nächsten Stufe, 9/10x, wird es dann sehr schnell sehr wackelig.

Der Durchmesser der Frontlinse bestimmt die Menge Licht, die „eingefangen“ werden kann. 18mm ist nicht ungewöhnlich, z.B. für ein Fernglas in kompakter und leichter Bauweise. Wichtiger aber noch ist der Durchmesser der Austrittspupille, also der Linse an die man das eigene Auge hält. Der beträgt 2,5mm, auch ein Standardwert und ausreichend bei gutem Licht.

Aus diesen technischen Daten läßt sich schnell der Einsatzbereich eines Monokulars oder auch Fernglases bestimmen. Das Brunton 7×18 ist demnach sehr gut für den freihändigen Gebrauch geeignet, es muss nicht aufgelegt werden um ein zitterfreies Bild zu haben.

Es ist nicht dämmerungs- oder nachttauglich, dafür bräuchte es an beiden Enden sehr sehr viel größere und schwerere optische Elemente.

Mit € 24,00 (UVP) ist es sehr preisgünstig. Zur Erläuterung: Ein Monokular kann auch schnell mal € 200,- kosten und ein vernünftiges Fernglas gibt es ab € 100,-. Das muss man immer berücksichtigen, wenn man eine optische Leistung bewerten will!

Der Lieferumfang des Brunton 7×18 umfasste eine Handschlaufe und ein Gürteltäschchen. Beides wurde nie benutzt. Eine dünne, lange Scnur wurde befestigt, das Monokular dann um den Hals gehängt und in der Hemdtasche verstaut. Oder in der kleinen, auf dem Schultergurt aufgesetzten Tasche des Rucksacks untergebracht. So war es immer griffbereit.

Das Brunton Echo 7×18 in der Praxis

Klein und leicht bedeutet, man kann es immer dabei haben. Kein Überlegen, ob man jetzt ein zusätzliches Pfund Glas und Metall in Form eines guten Fernglases mitschleppen will. Das Ding wird einfach eingepackt und gut ist. Sollte man es denn doch den ganzen Tag lang nicht benutzt haben, auch nicht schlimm.
45 Gramm zusätzlich sind einfach irrelevant.

Größenvergleich Brunton 7×18, Nikon 7×20, Steiner 8×30

A propos Beschädigung. Es ist denn doch mal auf den Waldweg gefallen, aber ohne Schaden zu nehmen. Eine stabile Kunstoffummantelung und eine versenkte Frontlinse sorgten dafür. Die Frontlinse ist bei jedem optischen Gerät ungemein exponiert und damit empfindlich. Beim Brunto 7×18, vorab eingestellt auf eine Entfernung von ca. 200m, ist die Frontlinse ca 10mm versenkt und damit sehr gut geschützt.

Die otische Leistung ist dem Preis angemessen. Will heißen, in der Bildmitte bei gutem Licht für den Anwendungsbereich ausreichend scharf und kontrastreich.

Brunton Echo 7×18, Fazit

Ausreichend, um z.B. den 50m vom Wegesrand entfernten, auf einem Baum sitzenden Greifvogel mal etwas genauer anzuschauen. Oder um eine weiter entfernte Wegmarkierung zu überprüfen, ohne extra (und vielleicht umsonst) hinlaufen zu müssen.

Vollkommen ungeeignet ist dieses Monokular, wenn man ein wirklich scharfes, kontrastreiches und plastisches Bild haben möchte. Wenn man plant, längere Zeit hindurchzusehen und es auch bei schlechtem Licht benutzen will. Wenn man entspannt ein richtig gutes Bild vor Augen haben möchte. Da muss man dann zu einem guten Fernglas greifen, sehr viel mehr Geld ausgeben und auch erheblich mehr mit sich rumschleppen. Es gibt halt keine (technischen) Wunder in der Optik. Man bekommt, was man bezahlt und schleppt.

Bei einem UVP von € 24,00 bietet das Brunton Echo 7×18 einen sehr reellen Nutzwert für den gelegentlichen und kurzzeitigen Gebrauch. Da ist es dann uneingeschränkt empfehlenswert.

Pro

  • Klein und leicht
  • Preisgünstig
  • Mehr als ausreichend für den beschriebenen Zweck

Contra

  • Nur bei gutem Licht sinnvoll einsetzbar
  • Ausreichend scharf und kontrastreich nur in der Bildmitte

Einsatzbereich

  • Gelegenheitsgebrauch

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Wichtige Daten

  • Preis: 24,00 EUR (UVP)
  • Gewicht: 45 gr

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