Softshellmaterialien sind High Tech pur, gefertigt aus Materialien mit bestimmten Eigenschaften, versehen mit speziellen Ausrüstungen. Dies macht ihre Funktionalität aus und bedingt auch eine Pflege, die genau darauf abgestimmt sein sollte.

Beanspruchung und Verschleiß durch normalen Gebrauch sind eine Sache, dafür sind Kleidungsstücke ja auch da. Die Beanspruchung durch agressive Substanzen und Umwelteinflüsse dagegen ist, wenn schon nicht vermeidbar, dann doch durch geeignete Maßnahmen in ihren Auswirkungen beeinflussbar.

Softshellpflege

Materialeigenschaften und Ausrüstungen

Intakte DWR Imprägnierung

Intakte DWR Imprägnierung

Die Elastizität der Stoffe, sei sie durch besondere Webart oder durch Beimischung elastischer Fasern erreicht, ist eines der typischen Kennzeichen moderner Softshellmaterialien. Beimischungen aus Elasthan, einer hochelastischen (Dehnbarkeit 500-700%) Faser auf Poyurethanbasis, besser bekannt unter Markennamen wie Spandex oder Lycra, sorgen für diese Elastizität. Natürlich ist Elasthan alterungs-, seewasser- und UV-beständig, zudem dauerhaft formbeständig. Aber der Zahn der Zeit nagt, z.B. in Form von Schweiß und UV-Exposition, auch an solchen Fasern, weshalb unterstützende Pflege angezeigt sein kann.

Eine der ganz wichtigen Ausrüstungen moderner Funktionsfasern ist die DWR-Imprägnierung. Sie ist, außer der enggewebten Oberfläche eines Stoffes, das einzige funktionierende Bollwerk gegen Nässe. Diese Imprägnierung, ab Werk in die Gewebe eingearbeitet, ist besser und wirksamer als alles, was nachher individuell aufgetragen werden kann. Deshalb ist es sinnvoll, sie so lange wie möglich zu erhalten.

Softshell: richtig waschen

Nikwax Tech Wash

Nikwax Tech Wash; Photo: Nikwax

Regelmäßiges Waschen entfernt Schweiß und Schmutz aus einem Gewebe. Schweiß ist sehr agressiv und zerfrisst Fasern, Schmutz (z.B. kleine Sandkörner) beschädigen sie mechanisch. Allerdings sind manche Waschmittel auch nicht gerade sanft oder gar neutral, weder zum Kleidungsstück noch zur Umwelt. Weichmacher, optische Aufheller, gewässerschädigende und membranverstopfende Tenside braucht man weder in der Kleidung noch in der Umwelt.

Nikwax Tech Wash ist ganz traditionell auf Basis von Seifenlaugen hergestellt, weshalb es auch nötig ist, das Waschmittel je nach Wasserhärte zu dosieren. Der Vorteil von Tech Wash besteht zum einen darin, so umweltschonend wie möglich zu sein – es ist zu 100% auf Wasser basierend und enthält keine unnötigen Zusatzstoffe -, zum anderen ist es ein Waschmittel, das die DWR-Imprägnierung nicht angreift. Man hat also die Möglichkeit, allein durch Verwendung des entsprechenden Waschmittels die wasserabstoßende Wirkung einer originalen Imprägnierung so lange wie möglich zu erhalten.

Softshell: richtig imprägnieren

Nikwax Softshell Proof

Nikwax Softshell Proof; Photo: Nikwax

Da aber auch die beste DWR-Imprägnierung im Laufe der Zeit verschwindet, stellt sich früher oder später die Frage, wie man am besten für eine Nachimprägnierung sorgt. Sinnvoll ist eine imprägnierung nicht nur wegen der wasserabweisenden Wirkung, sondern auch, weil ein imprägnierter Stoff besser atmet. Denn ein von Regen durchnässter Stoff ist eine sehr effektive Barriere für Schweiß in Dampfform. Eine Möglichkeit wäre, in Verbindung mit dem schon erwähnten Tech Wash, Nikwax Softshell Proof zu benutzen.

Zwei Vorteile hat die Verwendung einer speziellen Softshellimprägnierung von Nikwax in Verbindung mit dem Waschmittel von Nikwax:

  • Das Waschmittel greift die nachträgliche Imprägnierung ebensowenig an, wie die vorherige DWR-Imprägnierung. Will heißen, wenn man schon Geld, Zeit und Mühe investiert um ein Kleidungsstück zu imprägnieren, möchte man dies bestimmt nicht nach jedem Waschgang wiederholen. Erst nach 6-8maligem Waschen muss die Imprägnierung erneuert werden.
  • Nikwax Softshell Proof soll, so Nikwax, speziell geeignet sein, elastische Fasern zu imprägnieren. Da Imprägnierungen von Nikwax darauf beruhen, dass Polymerverbindungen die einzelnen Fasern eines Gewebes umhüllen und dieses somit wasserabstoßend wird, kann diese Spezialisierung schon sinnvoll sein.

Weiterhin hat eine nachträgliche Imprägnierung auch den Vorteil, dass die Gewebefasern nicht so schnell Schaden nehmen. Die umhüllende Imprägnierung schützt vor Umwelteinflüssen und Verschleiß, Schmutz kann sich nicht so leicht im Gewebe festsetzen.

Angenehmer Nebeneffekt eines jeden Imprägniermittels von Nikwax: Diese sind frei von umwelt- & gesundheitsschädigenden Fluorchemikalien und Aerosolen,also auch nicht brennbar.

Softshellproof gibt es in zwei Darreichungsformen:

  • Wash-In für Softshells mit Membran, sowie aus Mikrofaser,
  • Spray-On für Softshells mit PU-Beschichtung oder mit feuchtigkeitstransportierendem Innenfutter, da hier das Wash-In die Funktion des Innenfutters beeinträchtigen könnte.

Softshellpflege: Fazit

Abschließend stellt sich natürlich die Frage, ob man wirklich so einen Aufwand betreiben will. Schließlich lässt sich ebensogut alles zusammen mit irgendeinem Waschmittel behandeln: Einfach, schnell, billig, sauber.

Das muss natürlich jeder für sich selber entscheiden, aber ein gewichtiges Argument gegen eine solche Haltung gibt es schon: wenn man viel Geld für ein Kleidungsstück ausgibt, das über derartige Material- und Produkteigenschaften verfügt wie z.B. eine Softshelljacke, dann möchte man diese doch wohl möglichst lange behalten und benutzen.

Hochwertige Konsumgüter, bewusst gekauft und gut gepflegt, sind sehr lange benutzbar. Das schont den Geldbeutel und die Umwelt.

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