Vapour-rise von Rab ist einzigartig. Intensiv bewegen, stark schwitzen, trotzdem von innen trocken, so lautet das Konzept. Einfach die bessere Softshell. Aber welche soll man nehmen? Ein Führer durch das Sortiment

Rab Vapour-rise Beratung, Empfehlung

Von links: VR Flex, VR Lite Alpine, VR, VR Guide

Kurz und knapp: Vapour-rise, das Konzept

Maximale Dampfdurchlässigkeit: Was der Körper an Feuchtigkeit produziert, wird nach außen abgeführt. Aufgerauhtes Microfleece als Futter nimmt die Feuchtigkeit auf und transportiert sie vom Körper weg. Pertex Equilibrum als windabweisender Außenstoff lässt sie nach außen entweichen.

Eine Vapour-rise-Jacke ist deshalb auch nicht 100% winddicht, sondern “nur” stark windabweisend. Auf dem Fahrrad z.B. ist sie deutlich kühler als zu Fuß. Im Windschatten eines Waldes anders als oben auf dem zugigen Gipfel.

Das verwendete Pertex Equilibrum ist stark waserabweisend, leichter Regen macht ihm nichts aus. Die Regenjacke wird nur drüber gezogen, wenn es länger oder stärker regnet. Unter der Hardshell wird die feuchte VR-Jacke dann “trocken getragen”. Vapour-rise ist dank seiner weichen, fließenden Stoffe auch gut als Midlayer geeignet.

Vier verschiedene Jacken, welche ist wann sinnvoll?

Rab Vapour-rise Flex


Rab Vapour-rise Flex; Photo: Rab

VR Flex, die leichte
Ein normales Windshirt, auf minimales Gewicht und Packmaß gearbeitet, hat oftmals einen Nachteil: Es ist ziemlich schweißtreibend. Damit der verwendete, sehr leichte und dünne Stoff überhaupt funktioniert, wird er nämlich gerne kalandriert: Mittels heißer Luft wird eine Seite ganz leicht angeschmolzen. Das macht das Material belastbarer und reduziert auch die Winddurchlässigleit deutlich. Der Nachteil, bei stärkerer Anstrengung wird es von innen schnell feucht.

Die VR Flex dagegen trägt außen das gewohnte, leichte Pertex Equilibrum. Innen ist der hauchdünne Microfleece nicht durchgängig verarbeitet. Er fehlt an den Seiten und unter den Armen. Geringstes Packmaß und Gewicht (260 gr./Gr.L) ist die Folge. Ideal für den sommerlichen Gebrauch und für jeden, der wenig friert.

Rab Vapour-rise Lite Alpine

Rab Vapour-rise Lite Alpine; Photo: Rab

VR Lite Alpine, die universelle
Ein durchgängiges Futter aus leichtem Microfleece, in Verbund mit Pertex Equilibrum, dazu eine ganz exzellente Kapuze mit verstärktem Schirm. Letztere macht die Lite Alpine schon so wetterfest wie es Vapour-rise nur sein kann. Von der Wärmeleistung ist die Lite Alpine ungefähr so gut wie ein Pullover aus 100er Fleece, aber mit dem Vorteil des windabweisenden Oberstoffes. Deutlich größeres Packmaß als die Flex, aber auch wärmer und wg. der Kapuze eine bessere Schlechtwettertauglichkeit. 343 gr. in Größe Large.

Ein universelle Kleidungsstück für (fast) jede Jahreszeit. Als Midlayer unter der Hardshell außerhalb des tiefsten Winters fast mehr als man braucht. Als eine für alles macht man mit der VR Lite Alpine nichts falsch.

VR, die warme
Die “normale” VR – ohne Zusatz – ist die wärmste dieser drei Jacken. Wie die Lite Alpine mit einer sehr guten Kapuze ausgestattet, aber mit erheblich dickerem Futter. Unterarmreißverschlüsse hat sie zwecks besserer Belüftung, aber die braucht man eher selten. Das VR-Konzept greift auch hier und macht sie zu einer universellen Winterjacke. Warm, aber nicht schweißtreibend, so muss Bekleidung für den Wintersportler sein. Solo getragen auch bei 0°C noch warm genug, zusammen mit einer Hardshell deckt man den Winter in normalen Breiten ab. Fast doppelt so schwer wie die Lite Alpine und auch ein satt größeres Packmaß.

Rab Vapour-rise Guide Jacke-2

Rab Vapour-rise Guide; Photo: Rab

VR Guide, der Spezialist für den Winter
Die VR Guide ist schon sehr speziell, denn ohne Rucksack ist sie nicht zu gebrauchen. Ein dicker Polartec Hi-Loft Fleece in Waffelstruktur findet Verwendung, sowie unter den Armen und vollflächig am Rücken ein dünner Microfleece. Dadurch überhitzt man beim Tragen eines Rucksacks am Rücken nicht so schnell.

Das funktioniert auch sehr gut. Die Kehrseite dieses Konzeptes: Spätestens wenn man den Rucksack absetzt, wird es am Rücken schnell eiskalt. Ohne Rucksack ist die VR Guide schlichtweg untragbar. Die VR Guide ist eine exzellente Winterjacke für wirklich niedrige Temperaturen und den schweitreibenden Einsatz, da gibt es in der Summe der Eigenschaften kaum besseres. Aber eben nur in Verbindung mit einem Rucksack.

Rab Vapour-rise, Packmaße

Von links: 1l Sigg, VR Flex, VR Lite Alpine, VR, VR Guide

Welche denn nun?

Die VR Flex ist die leichte Jacke für Frühjahr und Sommer. Sie ersetzt das Windshirt und in Verbindung mit verschiedenen Lagen Unterwäsche ist sie auch für kältere Tage geeignet.

Als eine für alles ist die Lite Alpine erste Wahl. Da macht man wirklich nichts falsch. Sie ist für sich genommen ein exzellenter Wind- und Wetterschutz. Unter der Hardshell ersetzt sie den leichten Pullover und nimmt dem Winter den Schrecken. Packmaß und Gewicht machen sie zum ständigen Begleiter im Rucksack.

Die VR ist die universelle Winterjacke. Deutlich wärmer als die Lite Alpine kommt sie überall da zum Einsatz, wo die Temperaturen schnell mal auf den Gefrierpunkt sinken. Gewicht und Packmaß reflektieren dies.

Die VR Guide hat konzeptbedingt einen sehr eingeschränkten Einsatzbereich. Auch bei bewegungsintensiven Sportarten ist sie erst deutlich unter Null zu gebrauchen. Allerdings, man muss dabei schon einen Rucksack tragen, sonst nützt sie nichts.

Die persönliche Empfehlung gilt eindeutig der Lite Alpine. Noch klein und leicht genug, um sie immer mitzuführen. Mit ihrer tollen Kapuze schon voll schlechtwettertauglich. Untendrunter getragen ersetzt sie problemlos einen 100er Fleece. Zusammen mit einer guten Regenjacke deckt sie fast jedes Wetter ab.

All die genannten Jacken gibt es in einer Vielzahl von Farben, sowohl für Frauen als auch für Männer. Die Preise reichen von € 129,95 (VR Flex) über € 169,95 (VR Lite Alpine) bis hin zu € 229,95 (VR Guide).

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